Das riesengrosse Schloss von Gattschina sieht von Aussen nicht wirklich  prunkvoll aus, doch im Innern bietet sich einem die von den Schlössern der  Zaren gewohnte üppige Pracht. Im 2. Weltkrieg wurde auch dieses Schloss  von den Deutschen schwer zerstört, die Restaurierungen sind bis heute  noch nicht abgeschlossen.   Katharina II. schenkte Gattschina einst dem Grafen Orlov. Dieser liess ein  Schloss mit über 600 Zimmern erbauen sowie den ersten, sehr weitläufigen  Englischen Garten Russlands anlegen. Nachdem Orlov gestorben war,  kaufte Katharina II. Gattschina von dessen Erben zurück und so gelangten  das Schloss und die Umgebung wieder in den Besitz der Russischen Krone  zurück.  Unweit vom Schloss liegt der kleine Prioratski-Palast, der sicher  auch einen Besuch wert ist. Und ja, ich mag auch Enten sehr gerne.  Update, Februar 2012: Im letzten Jahr habe ich Zeit gefunden, auch noch  den Prioratski-Palast zu besuchen. Dieser ist klein aber fein, romantisch  am kleinen “Schwarzen See” gelegen und architektonisch sehr interessant.  Ich hätte nicht unbedingt etwas dagegen dort zu wohnen. Im Palast findet  man verschiedenen Ausstellungen unter anderem über den Palast selber,  über den Malteserorden (dessen Grossmeister Paul I. 1798 bis 1801  gewesen ist), und eine Sammlung von Chinesischem und Japanischem  Porzellan. Wenn man schon in Gattschina ist lohnt sich der 10, 15 minütige  Fussmarsch zum Prioratski Palast auf jeden Fall. Fotos von diesem Palast  und auch noch mehr gibt es in der Galerie “Gattschina 2011”.  Foto-Galerien