Von Mandrogi aus ging es die Nacht über weiter zur Insel Kischi. Diese  liegt im nördlicheren Teil des Onegasees, des zweitgrössten Sees  Europas. Kischi ist sozusagen ein Freiluftmuseum der Karelischen  Holzbaukunst.  Neben der berühmten Verklärungskirche stehen dort noch verschiedene  andere Holzgebäude, die zum Teil aus anderen Orten nach Kischi gebracht  wurden. Die Verklärungskirche wurde 1714 erbaut und einzig die Schindeln  wurden mit Eisennägeln befestigt. Momentan wird sie zum Teil noch  restauriert damit bald der dreihundertste Geburtstag gebührend gefeiert  werden kann. Gleich daneben stehen noch ein hölzerner Glockenturm  sowie die Kirche Maria Schutz und Fürbitte, die heizbar und somit  wintertauglich ist.  Neben diesen grossen und auch kleineren Kirchen und Kapellen (eine  davon ist sogar aus dem Jahr 1390) stehen auch noch alte Wohnhäuser  (ganz schön dunkel dort drin), Badehäuser, eine Schmiede, eine  Windmühle und Speicher auf der Insel. Auch einige Felder gibt es dort die  auf althergebrachte Weise bewirtschaftet werden. Die verschiedenen  Gebäude auf Kischi sind wirklich eindrücklich und es ist auch interessant zu  sehen, wie die Menschen früher gelebt und gearbeitet haben.   Nach einem Spaziergang über die Insel und der Besichtigung der  verschiedenen Gebäude legte das Schiff um die Mittagszeit wieder ab und  am Abend lag dann der See hinter uns und der Fluss Wytegra, der auch  ein Teil des Wolga-Ostsee-Kanals ist, war erreicht.