Lwiw (Ukrainisch), Lwow (Russisch), Lwów (Polnisch), Lemberg (Deutsch)  - Die Stadt mit den vielen Namen, der wechselhaften Vergangenheit und  auch wechselhaften Staatenzugehörigkeit, einst auch Hauptstadt des  Königreichs Königreichs Galizien und Lodomerien,  ist nun das touristische  und kulturelle Zentrum der Westukraine.   Besonders hervorzuheben ist die  schöne zwischen waldigen Hügeln eingebettete Altstadt. Auch wenn  manche Gebäude einmal einen neuen Anstrich vertragen würden weiss sie  mit den Bauten unterschiedlicher Stile zu gefallen, darunter zum Beispiel  das Opernhaus und Kirchen verschiedener Glaubensrichtungen an fast  jeder Ecke. Im Sommer kann man durch die Stadt und die Parks  schlendern, sich die Sehenswürdigkeiten anschauen, Museen besuchen  und Märkte, sich in einem der Strassencafés oder Kaffeehäusern  niederlassen und den Kaffee verköstigen, für den Lwiw bekannt ist,  genauso wie für die Schokolade, die einst nach ganz Europa exportiert  wurde und deren Herstellung man auch direkt mitverfolgen kann.   Einen sehr schönen Überblick über die Stadt und die nähere Umgebung  bietet sich einem von der höchsten Erhebung im Park “Hohes Schloss”, wo  auch die Burg errichtet wurde, mit der 1256 die Stadt Lwiw ihren Anfang  genommen hat.  Und wenn man schon einmal in Lwiw ist - die Karpathen sind auch nicht  weit und bieten sich für ein- oder mehrtägige Ausflüge und Wanderungen  an, und auch das Heilige Himmelfahrtskloster ist nur knapp zwei  Stunden entfernt, genau wie die Quelle der Heiligen Anna. Kostenpunkt  für eine 12 Stunden dauernde Exkursion im modernen Kleinbus 2012 350  UAH. Wie sich das rechnet mit 4 Personen im Bus wenn der Fahrer bezahlt  werden muss, die Angestellten im Büro, der Bus selber, Infrastruktur im  Büro - ich weiss es nicht, aber scheinbar funktioniert es.  Was mir besonders in Erinnerung bleiben wird sind die Kopfsteinplaster im  Zentrum. Die Autofahrer werden nicht so ihre Freude daran haben, aber ich  finde das irgendwie lustig, und irgendwie gibt es der Stadt auch einen  besonderen Charme. Eine holprige Fahrt im Lada-Taxi, bei dem immer  wieder das Handschuhfach aufgeht und der Inhalt dann herausfällt und  vom freundlichen Taxifahrer wieder hineingestopft wird, wird man garantiert  nie vergessen.   Ebenso gefallen haben mir die Einkäufe auf den Lebensmittelmärkten, das  ist halt etwas anderes als in den von der Atmosphäre im Vergleich eher  sterilen Supermärkten wie wir sie in der Schweiz habe. Lustigerweise habe  ich dort sogar an einem Stand einen Verkäufer in einem Coop-T-Shirt  gesehen wie es hier die Angestellten tragen. Er hatte das T-Shirt in einem  Secondhand-Shop gekauft und wusste gar nicht, was Coop überhaupt ist.  Und dann gibt es in Lwiw auch noch ein Freilandmuseum ähnlich dem in  Kiew, wobei mir das in Lwiw noch besser gefällt, und die Boim-Kapelle, die  eigentlich alleine schon eine Reise wert wäre, und noch viele andere  interessante und schöne Sachen zum anschauen. Wer jetzt unbedingt  dorthin will: Einen Flughafen gibt es auch. Mehr Informationen: Lviv.Travel  Auferstehungskirche Auferstehungskirche