Peterhof? Immer wieder gerne. Im 2. Weltkrieg wurde Peterhof fast gänz-  lich zerstört, gleich nach dem Krieg wurde mit dem jahrelang dauernden  Wiederaufbau und der Restaurierung begonnen. Die Geschichte von  Peterhof begann damit, dass sich Peter der Grosse etwa 30 Kilometer von  St. Petersburg entfernt am Ufer des Finnischen Meerbusens ein kleines  “Schlösschen” errichten liess. Bald wurde auch noch ein grösseres Schloss  errichtet, das diesen Namen auch eher verdient. Verschiedene Nachfolger  von Peter liessen den Palast immer wieder umbauen und erweitern, bis er  sein prunkvolles heutiges Aussehen, innen wie aussen (leider der einzige  der Paläste im Umland von St. Petersburg, in dem man innen nicht foto-  grafieren darf), erhielt.   Aber in Peterhof gibt es auch noch etwas anderes, das die ganze Anlage  noch viel besonderer macht: Die Fontänen und Kaskaden mit den  zahlreichen goldenen Figuren, sicher einzigartig auf dieser Welt, mit der  Samson-Fontäne, welche sinnbildlich für den Sieg Peters I. bei Poltawa  über die Schweden steht, als Mittelpunkt der grossen Kaskade direkt vor  dem grossen Schloss. Sollte ich jemals in der Lotterie gewinnen und mir  ein Haus kaufen, dann stelle ich sicher auch so etwas in meinen Garten.  Neben der grossen Kaskade gibt es zahlreiche weitere Wasserspiele,  Brunnen und Fontänen in den weiläufigen sehr schönen Parkanlagen.  Dabei funktioniert alles nur mittels natürlichem Gefälle. Wenn man genug  Zeit hat, kann man stundenlang im Park verweilen und spazieren. Ein  bisschen Eichhörnchenfutter mitzunehmen ist auch keine schlechte Idee,  wenn man die kleinen putzigen Nagetierchen mag. Ich mag sie auf jeden  Fall.   Wenn man aber auch noch wirklich alle Räume der grossen und kleinen  Gebäude besichtigen möchte, und vielleicht auch noch die Grotte hinter der  grossen Kaskade, wird das aber ein bisschen teurer als in anderen  Palästen um St. Petersburg, andererseits ist der Unterhalt der gesamten  Anlage sicher auch nicht billig, und für Westeuropäische Touristen  relativiert sich das ganze auch wieder mit Blick auf die Eintrittspreise, die  man in anderen Ländern zu berappen hat, wenn man irgendwelche  Schlösser oder Mueseen besucht. Und wenn man möchte, kann man in  Peterhof auch nur den Park besichtigen, und das genügt schon, um danach  mehr als beeindruckt und zufrieden zu sein.   Andererseits ist dafür der Transport von St. Petersburg und zurück für  “kapitalistische” Induvidualtouristen fast gratis (wenn man nicht gerade  eines der Schnellboote von und zur Stadt benützt), von den Metrostationen  Awtowo und Leninski Prospekt fahren Busse und “Marschrutkis” (kleinere  Sammeltaxis) für 50 Rubel, was nicht einmal 2 Franken entspricht, bis vor  den Palast. Ja, die Marschrutkis - vor meiner ersten Russlandreise habe  ich im Internet gelesen, wie gefährlich das sein soll, mit diesen “oftmals fast  schrottreifen” Kleinbussen zu fahren. Aber für mich war es dann eigentlich  immer lustig dieses Verkehrsmittel zu benutzen, und ich habe mich noch  kein einziges Mal unsicher gefühlt, auch wenn die Busse meistens wirklich  technisch nicht immer ganz taufrisch sind, auf jeden Fall nicht so, wie man  es in der Schweiz gewöhnt ist.   Zusammengefasst, wenn man in St. Petersburg ist, sollte man sicher auch  Peterhof besuchen, eigentlich führt kein Weg daran vorbei.  Auferstehungskirche Auferstehungskirche Fotos: Auferstehungskirche Auferstehungskirche