70 Kilometer von Moskau entfernt liegt Sergijew Possad mit dem   weltberühmten, zwischen 1340 bis 1345 von Sergius von Radonesch   gegründeten Dreifaltigkeits-Sergius-Kloster. Das Kloster entwickelte sich   nach und nach zu einem der wichtigsten Zentren der russisch-orthodoxen   Kirche und trägt als eines von fünf Klöstern den Ehrentitel einer Lawre   (siehe auch: Das Höhlenkloster in Kiew - Das Alexander-Newski-Kloster in   St. Petersburg - Das Heilige Himmelfahrtskloster in Potschajiw ). Es wurde  auch immer wieder von Zaren besucht und beschenkt, Peter der Grosse  suchte dort sogar zweimal Schutz vor den aufständischen Strelizen.   Die Geschichte des Kloster ist sehr interessant, inklusive einer 16 Monate  dauernden Belagerung durch Truppen aus Polen und Litauen am Anfang  des 17. Jahrhunderts. Die Angreifer, die es auf die immensen Reichtümer,  die das Kloster mit der Zeit angehäuft hatte, abgesehen hatten, waren  gegenüber den Verteidigern, die etwa 3000 Mann zählten, ungefähr  zehnfach in der Überzahl, trotzdem konnten sie die starken Mauern des  Klosters nicht überwinden.  Ein beliebtes Ausflugsziel für Gläubige und Touristen ist Sergijew Possad  einfach in etwa  90 Minuten zu erreichen. Nimmt man einen Vorortszug ist  darin auch Unterhaltung durch  fliegende Händler/-innen, die den  Passagieren von Laserwasserwaagen  über Bücher, Tücher, Schmuck  usw. alles mögliche verkaufen wollen, oder  vielleicht auch mal einen  Geigenspieler, inbegriffen. Für mich, der ich das  damals 2011 zum ersten  Mal erlebte, war das wirklich lustig. Es ist auch nicht so, dass die Händler  einen  belästigen würden, sie kommen einfach durch die Türe, stellen sich  dort auf  und preisen ihre Waren an. Das kann man manchmal auch in der  Metro von St. Petersburg erleben, aber nicht in diesem Ausmass.  Ein bisschen bequemer war dann die Rückfahrt  in einem für Russische  Verhältnisse sehr modernen klimatisierten und  bequemen Bus. 2012 bin  ich dann mit dem Bus hin- und zurückgefahren. Dieser fährt gleich  gegenüber vom Haupteingang des Allrussischen Ausstellungszentrums ab.  Andere Möglichkeit: Man bucht gleich eine Exkursion von Moskau aus mit  dem Bus.   Sergijew Possad ist wirklich schön und die Klosteranlage mit ihren vielen   Kirchen und dem schlanken Glockenturm sehr eindrucksvoll. Äusserst  sehenswert ist auch das Museum in der Sakristei (vorsicht, es hat nicht  jeden Tag geöffnet). Was es dort alles an Kunstschätzen zu sehen gibt ist  einfach umwerfend. Wenn  jemand in Moskau ist und noch einen Tag Zeit  hat, kann ich einen Besuch  in Sergijew Possad nur empfehlen.  Fotos: