70 Kilometer von Moskau entfernt liegt Sergijew Possad mit dem
weltberühmten, zwischen 1340 bis 1345 von Sergius von Radonesch
gegründeten Dreifaltigkeits-Sergius-Kloster. Das Kloster entwickelte sich
nach und nach zu einem der wichtigsten Zentren der russisch-orthodoxen
Kirche und trägt als eines von fünf Klöstern den Ehrentitel einer Lawre
(siehe auch: Das Höhlenkloster in Kiew - Das Alexander-Newski-Kloster in
St. Petersburg).
Ein beliebtes Ausflugsziel für Gläubige und Touristen ist es einfach in etwa
90 Minuten zu erreichen. Nimmt man einen Vorortszug ist darin auch
kostenlose (wenn man denn nichts kauft oder spendet) Unterhaltung durch
fliegende Händler/-innen, die den Passagieren von Laserwasserwaagen
über Bücher, Tücher, Schmuck usw. alles mögliche verkaufen wollen, oder
vielleicht auch mal einen Geigenspieler, inbegriffen. Für mich, der ich das
nicht gewöhnt bin, war das noch sehr lustig, aber immer müsste ich das
auch nicht haben. Aber es ist auch nicht so, dass die Händler einen
belästigen würden, sie kommen einfach durch die Türe, stellen sich dort auf
und preisen ihre Waren an. Ein bisschen bequemer war dann die Rückfahrt
in einem für Russische Verhältnisse sehr modernen klimatisierten und
bequemen Bus.
Sergijew Possad ist wirklich schön und die Klosteranlage mit ihren vielen
kleinen Kirchen und dem schlanken Glockenturm sehr eindrucksvoll. Wenn
jemand in Moskau ist und noch einen Tag Zeit hat, kann ich einen Besuch
dort nur empfehlen.