Strelna ist ein kleines Städtchen auf dem Weg zwischen St. Petersburg und  Peterhof, mit zwei Haupsehenswürdigkeiten (neben einem restaurations-  bedürftigen Kloster, das aber auch seinen Reiz hat). Zum einen steht dort  ein kleiner “Palast” Peters des Grossen aus Holz, verhältnismässig sehr  bescheiden, aber interessant, wenn man mal eine etwas andere  “Zarenresidenz” besichtigen möchte.  Aber in Strelna steht auch der Konstantinpalast. Urspünglich wollte Peter I.  in Strelna einen grösseren Palast bauen als der aus Holz, doch scheinbar  bevorzugte er schlussendlich doch Peterhof. 1797 schenkte Paul I. Strelna  seinem Sohn Konstantin Pawlowitsch, nach dem der Palast und der Park  benannt wurden. Nach verschiedenen Besitzerwechseln, Nutzung nach der  Revolution als Schule und schweren Zerstörungen im Krieg zerfiel der Palst  zunehmend bis nicht mehr viel da stand, was an einen Palast erinnert  hätte.  Doch dann trat auf den 300. Geburts von St. Petersburg die Wende ein.  Der Konstantinpalast wurde innert kürzerster Zeit für viel Geld renoviert, er  sieht nun im Innern ein bisschen morderner aus, als die anderen Paläste,   und dient nicht mehr als Zarenresidenz, dafür als Präsidentenresidenz für  offizielle Staatsempfänge, Treffs unter Regierungschefs, und er war auch  schon Schauplatz eines G8-Gipfels.   Aber der Palast steht nach entsprechenden Sicherheitschecks wie Taschen  durchleuchten und Gang durch den Metalldetektor auch für Besucher offen.  Dann darf man also nachher Konferenzräume anschauen, wo die  Mächtigen der Welt konferiert haben, oder auch die Küche, wo dieselben  Personen getafelt haben. Darunter neben den Herren Putin oder  Medwedew solch hervorragende Staatsmänner und -frauen wie George W.  Bush, Monsieur Chirac, Tony Blair, Gerhard Schröder, oder Angela Merkel.  Und mit dem entsprechenden VIP-Ticket darf man auch das Apartment des  Präsidenten Russlands in Augenschein nehmen.   Wer sich also mal ganz nahe an der Macht und den Mächtigen der Welt  fühlen will, wird sicher gerne bei einem Aufenthalt in St. Petersburg einmal  dem Konstantinpalast einen Besuch abstatten. Aber auch sonst ist es  interessant zu sehen, wie der Palast renoviert worden ist, und von der  Terasse oder einigen Zimmern hat man wirklich einen schöne Blick auf das  Meer. Dann kann man gut verstehen, warum dort ein Palast steht.  Foto-Galerien