Das Denkmal der heroischen Verteidiger Leningrads und das dazugehörige  Museum erinnern an die wohl traurigste Zeit in der Geschichte der Stadt,  an die 900 Tage währende Belagerung Leningrads im 2. Weltkrieg. Diese  hatte zum Ziel, die Stadt auszuhungern. Eine Versorgung war damals  kaum möglich. Im Winter gab es zwar eine Strasse über den zugefrorenen  Ladogasee, die jedoch aus der Luft und mit Artillerie angegriffen wurde,  und über die auch nicht viele Güter in die Stadt gelangten. Je nach Quelle  kamen zwischen 700’000 bis 1,5 Millionen Menschen bis zur Befreiung  durch die Rote Armee im Januar 1944 um, zumeist erbärmlich erfroren  oder verhungert.  Als ich das erste Mal dort gewesen bin, kam eine ältere Frau auf mich zu,  die nichts bei sich hatte, um ihre Kerze anzuzünden. Da ich jedoch kein  Russisch spreche, immer noch nicht, fragte sie mich, ob ich Englisch  spreche oder Deutsch. Dann stellte sich heraus, dass sie Lehrerin war und  auch ein wenig Deutsch sprechen konnte. Als sie mich fragte, ob ich aus  Deutschland komme, war ich gottenfroh nein sagen zu können, auch wenn  sie mir das sicher nicht übel genommen hätte.   Wer jemals an diesem Denkmal oder an einem ähnlichen Ort gewesen ist  und dem danach die Lust auf Krieg nicht gründlich vergangen ist, dem ist  wohl auch nicht mehr zu helfen.  Hier ein paar Fotos vom Denkmal, dem Museum und der näheren  Umgebung.